Events: 10. OpaccUserGroup 2002, Service Company AG, Niederbipp
Service Company 4704 Niederbipp SO

10. OpaccUserGroup 2002, Service Company AG, Niederbipp

Donnerstag, 07. November 2002, 15:30 - 23:00 UhrService Company, Niederbipp

Am 7. November begrüssten Roger Staub, Mitorganisator, und Erwin Lötscher, Projektleiter bei Opacc, bei der Service Company AG in Oberbipp über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Herr Christian Stähli, Geschäftsführer, stellte das Unternehmen vor: Die Service Company AG (Serco) ist seit 1945 Grosshandels-Unternehmem für Landmaschinen und vertritt in der Schweiz bedeutende Hersteller wie

  • Massey-Fergusson: Traktoren 
  • Claas: Mähdrescher, Selbstfahrhäcksler, Pressen und   Futtererntemaschinen 
  • Kverneland: Pflüge- und Bodenbearbeitungsmaschinen 
  • Accord: Sämaschinen 
  • Taarup: Wickel-, Häcksel- und Futtererntemaschinen

Seit 1990 ist Serco in Oberbipp domiziliert, verfügt den Maschinen entsprechend über geräumige Bauten mit flexibel einteilbaren Hallen und ein weites Firmenareal mit Geleise-Anschluss. Das Erfordernis zur Grösse in der Landwirtschaft widerspiegelt sich auch im Einsatz der Landmaschinen. Traktoren, Mähdrescher und Erntemaschinen werden grösser und mächtiger. Grösstenteils werden sie innerhalb einer Baugruppe nach Kundenanforderungen massgeschneidert bestellt und ausgeliefert. Hightech ist hier ebenso selbstverständlich wie der Einsatz von IT in einem modernen Unternehmen. Nur ist dies für den Laien nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich.

Das Landmaschinen-Geschäft basiert sicher auf dem Renommee des Herstellers. Noch wichtiger ist die Beziehung und das Vertrauen zum Lieferanten. Denn bei einem Mähdrescher beläuft sich die Investitions-Summe bis CHF 600'000 bis 700'000. Steht so eine Maschine während der Erntezeit still, so beläuft sich hier eine Stunde Standzeit schnell mal mit CHF 500 bis 600. Das stellt Anforderungen bezüglich Service-Leistungen vor Ort, Ersatzteil-Identifikation und Ersatzteil-Bewirtschaftung und Sicherstellung der Disponibilität. Während der Erntezeiten rund um die Uhr.

Die Besichtigung zeigte: der Verkauf der Maschinen ist nur ein Aspekt. Im Ersatzteillager werden über 35'000 Artikel aktiv bewirtschaftet. Von der kleinsten Schraube bis zu 9 m breiten Schneidmessern für Mähdrescher. Gewisse Grossteile stellen Lieferanten auch in Konsignation zur Verfügung. Für die Wartung und den Service insbesondere für Grossmaschinen greifen die lokalen Händler auf die Kapazitäten der Serco zurück. Bei Neugeschäften erfolgt ein Teil der Zahlung mit gebrauchten Maschinen. Diese werden in Oberbipp überholt und in Länder mit grossem Nachholbedarf exportiert.

Seit Mitte Jahr setzt Serco auf OpaccOne. Herr Samuel Werren orientierte über die wichtigsten Fakten beim Einsatz. Eine Landmaschine besteht aus verschiedenen Einheiten innerhalb einer Baugruppe. Und jede Einheit besitzt eine eigene Seriennummer. Und diese Seriennummer ist wieder bestimmend für die Ersatzteil-Identifikation. Diese Struktur wurde mittels der Objektverwaltung und der Artikel-Sets innerhalb von OpaccOne abgebildet. In diesem Sinne gibt es nicht eine Serien-Nummer für eine Maschine, sondern eine Inventar-Nummer, bestehend aus der Komponente 1 mit der Serien-Nummer 1, der Komponente 2 mit der Serien Nummer 2 ... bis Komponente n mit Serien-Nummer n.

Mit anderen Worten: Stellen Sie sich ein Lohn-Unternehmen mit 5 Mähdreschern vor. Aus betrieblichen und strategischen Gründen hat das Unternehmen für die 5 Mähdrescher 7 Schneidewerke. Die haben unterschiedliche Bauart und Breiten, lassen sich jedoch für alle Mähdrescher verwenden. Jetzt versagt bei einem Schneidewerk während des Erntevorganges auf dem Feld der Messer-Antrieb. Mit der Bewirtschaftung einer einzigen Maschinen-Nummer liesse sich das nötige Ersatzteil nicht in nützlicher Zeit ermitteln. Mit der Serien-Nummer der 'Komponente Schneidewerk' kann das richtige Ersatzteil via Natel vom Erntefeld aus mit dem Sachbearbeiter bei Serco in OpaccOne unmittelbar bestimmt werden.

Rolf B. Künzi, Produkt-Manager für OpaccOne, orientierte über den Stand des Fortschrittes bei der Entwicklung und über die wichtigsten Neuerungen. Insbesondere über die weiteren neuen Do-it-yourself Funktionen. Die jetzt freigegebene Version 9.20 von OpaccOne ist die letzte "Hybrid-Version". Sie ermöglicht immer noch einen Einsatz sowohl als insyde als auch als OpaccOne.

Der Anlass endete mit einem Nachtessen im Restaurant Eintracht in Oberbipp. Im Namen aller am Anlass Beteiligten und auch seitens Opacc herzlichen Dank an die Mitarbeitenden der Service Company und insbesonders den Herren Christian Stähli und Samuel Werren.

Der Dank der OUG gilt auch Herr Roger Staub von der Blumenbörse Mörschwil. Er hat seit Beginn der OUG verschiedene Tagungen mitgestaltet oder -koordiniert. Diese Aufgabe soll jetzt in neue Hände gehen. Der nächste Anlass der OUG ist für den Juni 2003 vorgesehen. Vorschläge oder Änderungen bezüglich der OUG nimmt der Opacc Betreuer für den nächsten Anlass, Paul Huwiler, gerne entgegen. paulhuwiler@opacc.ch.

Und wussten Sie das? Seit Jahren sehen wir auf abgemähten Wiesen und bei Bauernhöfen die weissen Rundballen (auch angefertigt mit Maschinen von Serco). Sie ersetzen immer mehr die grossen Futtersilos. Muss es denn immer die weisse Farbe sein? Andere Farben brächten Abwechslung oder wirkten auf das Landschaftsbild diskreter. Tatsache ist, dass nur Folie in weisser Farbe die beste Futterqualität gewährleist.