Events: 18. OpaccUserGroup 2006, Keramikland AG, Huttwil
Keramikland AG
Luzernstrasse 79
4950 Huttwil BE

18. OpaccUserGroup 2006, Keramikland AG, Huttwil

Donnerstag, 09. November 2006, 15:30 - 23:00 UhrKeramikland AG, Huttwil

Wohnen Sie gerne und sind Sie dabei anspruchsvoll? Lieben Sie das Besondere, das Erlesene, das Subtile, das Spannende, das was Andere nicht haben, das was Sie innerlich begeistert? Und freuen Sie sich, wenn preisliche Vorstellungen Ihr Vermögen nicht sprengen? Sie sollten bei Ihrem nächsten Bau- oder Renovations-Vorhaben unbedingt die grosse Ausstellung der Keramikland AG in Huttwil besuchen. Die Keramikland AG ist ein jüngeres Familien-Unternehmen, das bereits eine lange, grosse Erfolgs-Geschichte schreibt, deren Ende nicht abzusehen ist. Seit Mai 2004 setzt die Keramikland auf OpaccOne. Die Opacc UserGroup war hier am 9. November 2006 zu Gast.

Beat Bucher, Account Manager bei Opacc, hiess gegen 40 Firmen-Vertreterinnen und Vertreter willkommen und orientierte über das Programm des Nachmittags:

  • Vorstellung des Unternehmens Keramikland AG
  • Besichtigung der Ausstellung und der Lagerräumlichkeiten
  • Verschiebung in den Landgasthof Lindengarten in Zell
  • Der Einsatz von OpaccOne bei der Keramikland AG
  • Barcodes und deren Integration und neuen Einsatz-Möglichkeiten in OpaccOne
  • E-Invoicing: Fakten, Anforderungen, heutige und zukünftige Lösungen

Stefan Kneubühler, Mitinhaber der Keramikland AG, hiess die Gäste willkommen. Er zeigte den Werdegang des Unternehmens von seinen Anfängen bis zur heutigen starken Stellung im Markt auf. 1990 übernahm er mit seinem Bruder Benno den Warenbestand eines Plattengrosshändlers in Wyssbach. Schnell wurde festgestellt, dass das alleine nicht reichte und sie auch nicht befriedigte. Es folgten einige Jahre mit sehr viel Arbeit und der Findung des Weges für ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Ein Erfolg stellte sich bald ein. 1995 konnte am heutigen Standort eine Landparzelle erworben werden. 1996 wurde das erste eigene Geschäftsgebäude bezogen, welches bereits 5 Mal ausgebaut wurde. Nächstes Jahr erfolgt wieder eine Erweiterung für 700 m2 Ausstellungsfläche und zusätzlichen Lagerraum. Die Keramikland AG beschäftigt heute 38 Mitarbeiter, weiss um deren Einfluss für den Erfolg des Unternehmens, und legt Wert auf eine sozialgerechte Entlöhnung.

Keramikland AG hat zwei Kernbereiche: Wand- und Bodenplatten sowie Sanitär und Wellness. Bewusst wird auf höchste qualitative und designmässige Ansprüche gesetzt. Die Kunden sollen bei der Keramikland AG die Trends von Morgen erfahren und damit ihrem neuen, umgebauten oder renovierten Heim mehr Individualität, Erlebnis und Persönlichkeit verleihen. Die grosse Ausstellung ist für das kennen lernen der Produkte mit deren Möglichkeiten und Kombinationen ein wichtiges Herzstück. Dazu gehört eine kompetente Beratung. Viele Aufträge erfolgen nicht für eine Lieferung direkt ab Lager, sondern auf der Basis individueller Projekte, verbunden mit auftragsbezogenen Bestellungen bei den Lieferanten. Die Keramikland AG orientiert sich nicht an Grossvolumen. Man spricht schweizweit eine Kundschaft mit Ansprüchen und Freude am Design an. Dies wird zusammen mit persönlichem Engagement, Fachkompetenz, gutem Service und zu realistischen Preisen geboten.

Nach dieser Firmenvorstellung erfolgte in 3 Gruppen der Rundgang durch die grosse Ausstellung und die Lagerräumlichkeiten. Wand- und Bodenplatten sowie Sanitär und Wellness unterliegen starken modischen Trends. Bezüglich Design von Platten und von Sanitär nimmt Italien eine Führungsrolle ein. Bezüglich der Produktions-Kapazitäten von europäischen Werken hat die Schweiz als Absatzmarkt eher eine untergeordnete, aber nicht unwichtige Rolle. Eines der Erfolgsgeheimnisse der Keramikland AG war und ist das beharrliche Aufspüren der "richtigen" Lieferanten sowie deren Pflege, und das Einbringen eigener Vorstellungen und Wünsche. Bewusst wird aus Qualitäts- und ökologischen Gründen auf westeuropäische Lieferanten gesetzt.

Ein grosser Teil der Aufträge erfolgt bedarfsorientiert. Das ist auch der Grund, warum das Sanitärlager klein ist. Eine Spezialität sind Vormontagen von Armaturen bei Lavabos oder Badewannen. Dampfduschen und Spas (Whirlpools) werden von hauseigenen Spezialisten vor Ort montiert und in Betrieb gesetzt.

Nach dem Verschieben in den Landgasthof Lindengarten in Zell orientierte Frau Anita Muff, kaufmännische Leiterin, über den Einsatz von OpaccOne bei der Keramikland AG. Vorhanden ist eine Systemplattform mit 2 Servern, 25 Clients und 10 Netzwerkdruckern. Im Einsatz ist OpaccOne seit Mai 2004. Besondere Herausforderungen waren der Druck von Massskizzen (Grafiken) und Zwischentiteln in Offerten und Auftragsbestätigungen. Ein weiteres Thema war die Handhabung von Netto- und Bruttodokumenten für Händler und Endkunden.

Der grösste Teil der Geschäfts-/Kaufvorgänge erfolgt bedarfsorientiert aufgrund der Beratungen in der Verkaufsausstellung. Hier wird die eigentliche Ausspezifizierung des Auftrages auf der Basis von Zeichnungen vorgenommen. Der konkrete Auftrag wird mit Hilfe von "Erfassungs-Artikeln" (Pseudoartikeln) in OpaccOne erfasst. Nach Freigabe des Auftrages erfolgt - sofern es sich nicht um Lagerware handelt - automatisch die Bestellung an den/die Lieferanten. Hinzu kommt, dass die durch den Kunden/Architekten genehmigten Basiszeichnungen zum Lieferanten und später zum Monteur gelangen müssen.

Die Auftragsüberwachung im Sanitärbereich erweist sich als sehr anspruchsvoll. Ein Kundenauftrag generiert oft mehrere Lieferantenbestellungen. Weiter müssen Baustellen oft zu mehreren Terminen mit "baufortschritts-relevanten" Artikeln bedient werden. Hier gilt es den Überblick und die Kontrolle zu behalten. So bringt die jetzt in der Version 12 von OpaccOne vorhandene Einkaufsüberwachung eine besonders wirksame Entlastung.

Während des Vortrages beantwortete Frau Muff eine Fülle von Fragen der Teilnehmer.

Daten und Kennzahlen zur IT-Installation

Kundenadressen: 16'000
Objektadressen: 5'000
Lieferantenadressen: 800
Artikeldaten: 15'000
Seit Mai 2004 aufgelaufene Verkaufsdokumente: 78'000
Aufgelaufene Verkaufspositionen: 4'700'000
Durchschnittliche Positionen je Auftrag: 6
Seit Mai 2004 aufgelaufene Einkaufsdokumente: 28'000
Aufgelaufene Einkaufspositionen: 115'000
Durchschnittliche Positionen je Auftrag: 4

Paul Huwiler, Projektleiter und Partner bei Opacc, orientierte über die erweiterten Möglichkeiten des Einsatzes von Barcodes mit OpaccOne. Neu übermittelt ein Barcodeleser nicht nur den eigentlichen numerischen Wert eines Codes, sondern auch den Code-Typ (z B. EAN13, Code128) sowie ein Suffix, das direkt für den Aufruf von Programmen oder für Programmbefehle in OpaccOne eingesetzt werden kann. Neu besteht jetzt die Möglichkeit, mittels Online-Barcodeleser Abläufe - ohne Tastatur - zu steuern und durchzuführen. Die dazu notwendigen Steuerungs-Barcodes lassen sich auf einfache Weise innerhalb von Word und einer entsprechenden True Type Schrift generieren. Damit lassen sich Abläufe vereinfachen und dabei auch noch sicherer gestalten. Diese Möglichkeiten werden bereits in der "grünen Branche" (Blumen und Pflanzen) erfolgreich eingesetzt.

Zum Thema E-Invoicing hielt Walter Bartolotta, Projektleiter und Partner von Opacc, ein besonders spannendes Referat und leuchtete dabei das Wesen und die Hintergründe zu EDI, UN/EDIFACT und E-Invoicing aus. Ist EDI ein eher genereller Ausdruck für Vieles und Ungenormtes bezüglich Datenaustausch, so ist UN/EDIFACT ein durchnormiertes Verfahren für alle Bereiche der Unternehmung (z.B. Bestellung, Lieferung, Rechnung). Beim E-Invoicing handelt es sich "nur" um eine elektronische Rechnung. Kern dabei ist die MWSt-Konformität. Mit der Verordnung des Eidgenössischen Finanzdepartements über elektronisch übermittelte Daten und Informationen (EIDI-V) gibt es Vorschriften und es kommt ein neuer Mitspieler, ein zertifizierter Service-Provider, mit ins Boot. Der Rechnungsempfänger (meistens Grosskunde) gibt diesen vor, z.B. Paynet, Postfinance oder Swisscom IT-Services. Walter Bartolotta zeigte Wege für das Vorgehen zur Realisierung von E-Invoicing auf. Es bedarf vorgängig einer vertieften Analyse und Priorisierung. Fast bei jedem Unternehmen wird der Lösungs-Ansatz ein anderer sein. Für Unternehmen, die bereits UN/EDIFACT einsetzen, kann der bestehende Service-Provider durchaus auch der Partner für E-Invoicing sein. Unternehmen mit mehreren Grosskunden könnten einen eigenen Provider, der wiederum die Provider der Grosskunden bedient, "dazwischenschalten".

Im Namen aller Teilnehmer und auch im Namen von Opacc dankte Beat Bucher Stefan und Benno Kneubühler, Anita Muff und Martin Müller für die Gastgeberschaft. Stefan Kneubühler betrachtete es als eine Ehre, die Opacc UserGroup empfangen zu dürfen. Es folgte ein Apéro und ein gemeinsames Nachtessen mit weiterem Gedankenaustausch.

Berichten auch Sie über Ihre Installation und deren Besonderheiten und stellen Sie dabei gleich Ihr Unternehmen vor. Von Opacc Kunden für Opacc Kunden! Wir unterstützen Sie dabei. Ihre Interessens-Bekundung nimmt Beat Bucher gerne entgegen.

Die Nächste Veranstaltung erfolgt im Juni 2007.