Events: 24. OpaccUserGroup 2009, Zürcher Blumenbörse, Wangen ZH
Zürcher Blumenbörse
Förliwiesenstrasse 4
8602 Wangen ZH ZH

24. OpaccUserGroup 2009, Zürcher Blumenbörse, Wangen ZH

Donnerstag, 19. November 2009, 15:30 - 23:00 UhrZürcher Blumenbörse, Wangen ZH

Der Zürcher Blumenmarkt ist der grösste seiner Art in ganz Europa. Auf einer einzigen Ebene finden Blumenhändler und Floristen Schnittblumen, Topfpflanzen, Dekoartikel, technischen Bedarf und einfach alles, was es für den Betrieb eines eigenen Geschäftes braucht. Und weil mit Markt auch Markt gemeint ist, werben auch gleich drei bekannte Grössen im Blumenhandel direkt neben- und gegeneinander um die Gunst der Kunden. Die Zürcher Blumenbörse ist Haupteigentümerin des Zürcher Blumenmarktes. Sie verkauft Pflanzen und Schnittblumen ihrer Genossenschafter. Das Sortiment ist kundenorientiert, was nicht selber produziert wird, wird zugekauft.

Bereits seit 1999 setzt die Blumenbörse auf OpaccOne (früher insyde). Mit dem Umzug von Oberengstringen in die neuen Gebäulichkeiten in Wangen erfolgte ein substantieller Update von OpaccOne: von Version 9 auf Version 13. Der Einsatz von Barcodes ist von zentraler Bedeutung für einen rationellen Ablauf in den Verkaufsprozessen. Barcodes dienen der schnellen Erfassung der Artikel auf den Einkaufswagen und -Rollgestellen. Zusätzlich vereinfachen und beschleunigen sie auch die Verkaufs-Abwicklung und das damit verbundene Erstellen der Dokumente bis hin zur Zahlung der getätigten Einkäufe der Kunden. Ein weiterer wichtiger Aspekt mit OpaccOne ist die Handhabung und Abrechnung der verkauften Artikel mit den Genossenschaftern und den Shop in Shop Partnern.

Die Opacc UserGroup war am 19. November 2009 Gast bei der Zürcher Blumenbörse in Wangen/ZH. Cris Wouters, Projektleiter und Partner von Opacc, begrüsst die beiden Referenten der Zürcher Blumenbörse, Beat Thomann, CEO und Pascal Speck, Verkaufsleiter, sowie Reto Ehlers von der Firma E.C. Fischer. Noch nie konnten bei einem dieser Anlässe über 90 Firmenvertreterinnen und -Vertreter seitens der Kunden von Opacc willkommen geheissen werden. Allein schon die neue, weitläufige Halle mit den unterschiedlichen Bereichen, so nahe und direkt beim Autobahnanschluss und doch fast auf grüner Wiese, weckte Erwartungen für spannende, erkenntnisreiche Stunden.

Das Themen-Programm

 

  • Vorstellung Zürcher Blumenmarkt
  • Rundgang in 2 Gruppen
  • Vorstellung Zürcher Blumenbörse
  • Einsatz von OpaccOne
  • Prozesse mit OpaccOne
  • Lieferanten-Anbindungen, Verrechnungen
  • Dokumenten Archivierungssystem
  • Barcode-Einsatz
  • OpaccOne Version 14

Als erstes stellte Beat Thomann den Zürcher Blumenmarkt vor: Direkt beim Autobahn-Anschluss, quasi auf grüner Wiese, auf gegen 30'000 m2 auf einer einzigen Verkaufs-Ebene findet der Floristik-Fachhandel im Zürcher Blumenmarkt alles, was es für einen attraktiven, erfolgreichen Betrieb eines eigenen Geschäftes braucht. Obwohl die Zürcher Blumenbörse Haupteigentümerin des ganzen Marktes mit all seiner Infrastruktur ist, so sieht man den Zürcher Blumenmarkt aus einer erweiterten Sicht: Der Zürcher Blumenmarkt als Kompetenz- und auch Dienstleistungs-Center für die gesamte Branche. Mit dem Bekenntnis zum Wettbewerb und zur gemeinsamen Kooperation. Von daher mit anderen grossen Unternehmen (als Mieter) in einem Mitbewerb in direktem Kontakt und auf gleicher Ebene. Das garantiert ein attraktives Angebot von Qualität, marktgerechten Preisen und Frische.

Aspekte und Fakten zum Zürcher Blumenmarkt

  • Ausstrahlung als Branchen-Kompetenz- und Service-Zentrum
  • Gemeinsames Logistikkonzept: zentrale Auslieferung für alle Firmen
  • Gemeinsames Abfallkonzept und gemeinsame Infrastrukturdienste
  • Gebäude, Hallen und Infrastruktur versehen mit den neuesten Umwelttechnologien und nach höchsten Standards
  • Bekenntnis zum Wettbewerb unter einem Dach als Garant für marktgerechte Preise, erste Qualität und Frische
  • Lückenloses Angebot
  • Beste Erreichbarkeit, grosszügiges Ambiente, optimale Umschlagsbedingungen.
  • Mieter: Schnitt-Flor, Blumen Galli, Zürcher Blumenbörse, Faller, E.C.Fischer, Retif Floristik, Peter Hänsli, Afix, Schweiz. Floristenfachschule, Fleurop, Schweiz. Floristenverband

Die "Dimensionen" von Gebäude und Gelände zeigten sich bereits bei der Anfahrt. Die Grosszügigkeit und das auf Rationalisierung der Abläufe ausgelegte Konzept "alles auf einer Ebene" zeigte sich auch beim Rundgang durch die einzelnen Räume und Zonen. Alles ist optimal zugänglich, attraktiv präsentiert und für einen "schnellen Zugriff" ausgelegt. Dabei sind für ein "Wohl" der Blumen und Pflanzen Räume seitens der Temperatur wärmer oder kühler. Wo nötig, kann auch beschattet werden. Auch befinden sich Pflanzen in einer Aussenumgebung.

Als erste Grosshändlerin hat die Zürcher Blumenbörse bei den Schnittblumen ein Datum auf der Verkaufsetikette eingeführt. Welchen Blumenbund, welche Pflanze oder welchen Artikel man sichtet: überall sind Barcodes vorhanden. Gleich aussehende Pflanzen auf einer gleichen Ebene können unterschiedliche Barcodes haben. Dies deshalb, weil sie von verschiedenen Lieferanten stammen. Seitens der Kunden zeigt sich oft auch eine Treue und ein Vertrauen in die "Grünprodukte" eines bestimmten Lieferanten.

Nach dem Rundgang stellte Beat Thomann die Zürcher Blumenbörse vor: Die Zürcher Blumenbörse ist ein Genossenschafts-Unternehmen. Vor 60 Jahren als Selbsthilfe-Organisation gegründet, heute ein auf Effizienz, Mitbewerb und Kunden ausgerichtetes Unternehmen im Abholgrosshandel in der grünen Branche. Ein wichtiger Wert ist die Vollständigkeit des Sortiments, dies erfolgt in Kooperation mit spezialisierten Unternehmen. 80% der verkauften Pflanzen und 30% der Schnittblumen stammen aus Schweizer Produktion von den 45 Genossenschaftern. 70% des Umsatzes sind Kommissions- und Konsignationsgeschäft. 30% ist Handel auf eigene Rechnung. Mit 45 Mitarbeitenden werden CHF 45 Mio. Umsatz erwirtschaftet.

Aspekte zum Kommissionsgeschäft

  • Vergütet wird nur, was verkauft wurde, der "Rest" geht zurück zum Produzenten (Pflanzen, Schnittblumen), jedoch sehr hohe Abverkaufsquote.
  • Keine Warenrechnungen der Lieferanten: mit der Lieferanten-Abrechung wird quasi selber die Einkaufsrechung erstellt.
  • Monatlich zwei Lieferantenabrechnungen.
  • Keine Bestandesführung (verderbliche Produkte).
  • Allfällige Verkaufs-Rabatte trägt der Lieferant (Aktionen, Einkaufstage 10%).

Aspekte zum Konsignationsgeschäft

  • Vergütet wird nur, was verkauft wurde, Unverkauftes geht zurück zum Lieferanten (Gefässe, Werkzeug, Erde, Dünger).
  • Keine Warenrechnungen der Lieferanten: mit der Lieferanten-Abrechung wird quasi selber die Einkaufsrechung erstellt.
  • Monatlich zwei Lieferantenabrechnungen.
  • Lagerbestandesführung durch die Lieferanten selbst (Aussenlager).
  • Allfällige Rabatte trägt die Blumenbörse.
  • Der Lieferant bekommt immer den hinterlegten Preis.

Besonderheit in der Verkaufs-Abwicklung im Dekobereich

  • Ein Kassabereich für die Verkaufsabwicklung der Shops mehrerer Firmen:

    • Zürcher Blumenbörse (hier Pflanzen und Schnittblumen)
    • Retif Floristik
    • E.C. Fischer
    • Abteilung Gärtnerbedarf der Zürcher Blumenbörse
  • Der Kunde muss nur 1 Mal anstehen.
  • Das IT-System macht das Splitting, welchem Lieferant welche Verkäufe gutgeschrieben werden.

Hinweis: Mehr zum Einsatz von OpaccOne bei der Zürcher Blumenbörse erfahren Sie an dieser Stelle im Rahmen der kommenden Newsletters im 2010.

  • Barcode-Einsatz für Artikel-Identifikation und Ablauf-Steuerung bei der Zürcher Blumenbörse.
  • OpaccOne: Shop in Shop Konzept mit zentraler Verkaufsabwicklung.

OpaccOne MIS jetzt mit Budgetierung, Aufragseingang und Auftragsbestand: Walter Bartolotta, Projektleiter und Partner bei Opacc, stellte die neuen Möglichkeiten des MIS vor. Er zeigte detailliert die Möglichkeiten der Budgetierung und zeigte auch auf, warum auch nur Teilbudgetierungen grossen Sinn machen können.

Das Management Information System (MIS) wurde mit der Version 14 von OpaccOne substantiell ausgebaut. Dazu gehören im Verkauf neu Auftragseingang und Auftragsbestand. Weiter sind auch die Zu- und Abschläge bei den Verrechnungen Bestandteil des MIS. Mit der Einführung flexibler Budgetierungs-Möglichkeiten wurde buchstäblich eine Lücke in OpaccOne geschlossen. Eine Budgetierung kann bewusst auch nur teilweise, z.B. für wichtige Kunden oder wichtige Artikelgruppen, erfolgen. Sie orientiert sich dabei am hinterlegten Daten-(Stufen)-Modell des MIS. Erfasst werden können ein Haupt- und 2 Varianten-Budgets mit Umsatz, Deckungsbeitrag und Menge.

OpaccOne Enterprise Search: Dabei geht es um die Suche nach sämtlichen Daten in OpaccOne. Cris Wouters präsentierte praktische Suchbeispiele, wie Enterprise Search in den Grundzügen eingerichtet wird, und wie auch zielführende Treffervorlagen erstellt werden. Er wies darauf hin, dass es für eine gute Effizienz dieser Anwendung wichtig ist, eine "richtige Balancierung" bei der Festlegung der Suchwerte für die Such-Engine und bei den Vorlagen für die Trefferlisten zu finden. Eindrücklich zeigte sich die Stärke von Enterprise Search am Beispiel einer Suche nur mit "Wort-Teilen".

Die OpaccOne Enterprise Search funktioniert analog einer (Volltext)-Suche mit einer Internet-Suchmaschine: Eine Volltextsuche erfolgt mit beliebigen Suchbegriffen oder Suchbegriffs-Kombinationen. Mit oder ohne Verwendung von Operanden "and", "or", "minus" oder Platzhaltern wie "*" oder "?". Je nach Definition der Such-Engine findet Enterprise Search sämtliche Daten des OpaccOne Business Servers, somit auch diejenigen von OpaccOne DMAS, und präsentiert sie vorstrukturiert in Trefferlisten. Ein Doppelklick genügt, um ein gefundenes Business Objekt oder Dokument in der korrespondierenden Anwendung zu laden, um ein gefundenes DMAS-Dokument zu öffnen oder eine gefundene Anwendung zu starten.

Neuerungen einführen, schulen und einsetzen: Mit den beiden letzten Versionen hat es innerhalb von OpaccOne viele Neuerungen gegeben, die, wenn sie eingesetzt und geschult, im geschäftlichen Alltag und in unternehmerischen Vorhaben viel Nutzen stiften. In seinem Schlusswort appellierte Cris Wouters, nicht einfach die Updates vorzunehmen, sondern sich auch mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen und sie produktiv zu nutzen. So sind denn jetzt die Release Notes ab der Version 14 von OpaccOne innerhalb der Hilfe-Funktionen vorhanden.

Nach der Beantwortung von Fragen freute sich Cris Wouters nochmals über die grosse Anzahl der Teilnehmer und dankte auch im Namen von Opacc den Herren Thomann und Speck der Zürcher Blumenbörse für diesen lehrreichen und gelungenen Anlass. Es folgte ein Apéro und ein gemeinsames Nachtessen im Restaurant Förliwis im gleichen Gebäude.

Nächster Opacc User Group Anlass: 29. April 2010 bei der Newemag in Rotkreuz.