Opacc am Ironman

Reto Schwarz mit grossen Erlebnissen zurück aus Hawaii

3.8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42.2 km Laufen auf dem Pazifik-Archipel: Während die weltbesten Profis um den Ironman-Weltmeistertitel kämpfen, suchen die Altersklassen-Athleten die persönliche Herausforderung gegen die Naturgewalten. Reto Schwarz, Team- & Projektleiter für OpaccEnterpriseShop, konnte sich diesen Traum dank hartem Training erfüllen.

An den Ironman World Championship am 10. Oktober 2015 auf Hawaii hat Reto Schwarz mit einer Gesamtzeit von 10 Std. und 36 Minuten den hervorragenden Rang 771 von insgesamt 2341 Teilnehmenden erkämpft. Wir gratulieren herzlich! Nach seiner Rückkehr durften wir ihm ein paar Fragen stellen:

Reto, wie bist du zu diesem Sport gekommen und was fasziniert dich am Ironman?

Grundsätzlich habe ich mich schon immer für Ausdauersport interessiert. 2005 habe ich den Ironman in Zürich live verfolgt. Die Stimmung am Heartbreak Hill, in der Wechselzone und im Zielbereich hat mich sofort fasziniert. Dass ich 10 Jahre später im legendären Kona auf Hawaii am Start sein würde, erschien mir damals völlig utopisch.

Die Faszination besteht vor allem in der Kombination von drei komplett unterschiedlichen Sportarten. Die Langdistanz (Ironman Distanz) ist aus meiner Sicht die Königsdisziplin, welche den Teilnehmern auch mental einfach alles abverlangt.

Wie sah dein Training für die Vorbereitung aus?

Regelmässiges Schwimmen, Radfahren und Laufen, vom Dezember 2014 bis Oktober 2015

  • Schwimmen ca. 350 km
  • Rad ca 9‘000 km (120‘000 Höhenmeter)
  • Laufen ca. 1‘700km

Welches ist deine Lieblingsdisziplin und warum?

Das ist schwierig zu sagen, weil eben die Kombination aller drei Sportarten die Faszination ausmacht. Ich bin immer froh, wenn ich ohne grosse Rangeleien aus dem Wasser steigen kann. Trotzdem ist es eben auch das Schwimmen, welches den Triathlon ausmacht. Denn Radfahren und Laufen kann jeder, beim Schwimmen braucht es etwas mehr dazu, da es technisch sehr anspruchsvoll ist. Laufen ist diejenige Disziplin, die ich von klein auf immer gemacht habe.

Meine Lieblingsdisziplin ist wohl das Radfahren. Erstens ist es in der Regel meine stärkste Disziplin und zweitens macht es Spass, mit über 40 kmh über die Strassen zu brettern. Am liebsten mag ich anspruchsvolle Parcours mit vielen Steigungen.

Wie hast du dich für den Ironman Hawaii qualifiziert?

Es gibt auf der ganzen Welt offizielle Ironman Rennen (ca. 40) wo man sich über eine Rangierung pro Alterskategorie (jeweils ca. 6/7 Slots) qualifizieren kann. Da man aufgrund der hohen körperlichen Belastung pro Jahr jeweils nur 1 – 3 Langdistanz-Rennen absolvieren kann, ergeben sich nur wenige Chancen. Man braucht also einen guten Tag und etwas Glück, dass man keine Zwischenfälle erlebt wie etwa eine Reifenpanne. Ich habe mich am 19. Juli 2015 an der 19. Ausgabe des Ironman Zürichs für Hawaii qualifiziert.

Was macht die Veranstaltung in Hawaii so besonders?

Es ist die Weltmeisterschaft, wo nur die Besten am Start stehen und es ist wohl das legendärste Triathlon-Rennen der Welt. Die Bedingungen mit Wellen und Strömungen im Meer, wechselnden Winden auf dem Rad, einer anspruchsvollen Laufstrecke mit vielen Hügeln und vor allem den hohen Temperaturen mit einer Luftfeuchtigkeit von ca. 90% sind sehr anspruchsvoll. Ausserdem kann man sich die Teilnahme nicht erkaufen, sondern man muss sich qualifizieren. Für mich ist es das Grösste, was man als Hobby-Ausdauersportler erleben und erreichen kann.

Wie hast du diesen Ironman erlebt und wie bist Du mit deiner Leistung zufrieden?

Es war eine unglaubliche Erfahrung und ein riesen Erlebnis! Ich bin mit sehr viel Respekt an den Start gegangen und mit dem Ziel, das Rennen zu finishen, wenn möglich bei Tageslicht. Ich wollte die einmalige Atmosphäre reinziehen und soweit wie möglich das Ganze geniessen. Ich denke das ist mir gelungen. Speziell der Zieleinlauf war einmalig. Ich wusste von Anfang an, dass ich auf Hawaii keine Bestzeit laufen würde, da mir die Hitze eigentlich überhaupt nicht liegt.

Machst Du weitere Ironman‘s, auch wieder in Hawaii?

Sag niemals nie….. aber vorläufig sicher nicht. Der Aufwand und Verzicht sind doch sehr gross und man sollte doch auf dem Höhepunkt aufhören. Ausserdem gibt es auch hier in der Gegend viele spannende (Ausdauer-) Projekte…!

Danke für das Gespräch, Reto.